Komplette Schutzkleidung

Dazu gehören Schutzhelm, Handschuhe, Stiefel sowie stabile, durch Protektoren verstärkte Jacke und Hose. Aber auch ein Nierengurt ist zu empfehlen. Zumindest, wenn die Jacke keinen integrierten Nierenschutz hat.

Ausbildung und Prüfung können grundsätzlich nur in kompletter Schutzkleidung durchgeführt werden. Dies schreibt zum Einen die FeV Anlage 7 2.2.18 vor. Auch die Richtlinien des TÜV verlangen diese Ausrüstung bei allen Zweiradprüfungen.
Aber zuallererst geht es um die Sicherheit der Fahrschüler.

Sicherheit auf dem Motorrad

 Am besten, man hat als Motorradfahrschüler eigene Schutzkleidung. Erstens stimmt die Größe und zweitens muss man nicht Zeug anziehen, das die "Rieche" anderer verströmt. Im Sommer kann das besonders unangenehm sein.

 

Quelle: Jurgen Bauer, Fahrschul Praxis, Ausgabe April 2007

 

 

Gern berate ich Sie vor der Anschaffung von Schutzkleidung oder begleite Sie beim Einkauf.

FeV Anlage 7, 2.2.18 schreibt vor:

 „Bei Prüfungen der Klasse A, A1, A2 und AM muss der Bewerber geeignete Motorradschutzkleidung, einen passenden Motorradhelm, Motorradhandschuhe, eine eng anliegende Motorradjacke, einen Rückenprotektor (falls nicht in der Motorradjacke integriert), eine Motorradhose und Motorradstiefel mit ausreichendem Knöchelschutz tragen. Es dürfen nur Fahrzeuge verwendet werden, für die eine Helmtragepflicht besteht.“

 

Schutzkleidung – Fahrlehrer ist verantwortlich

 Nach der genannten Rechtsprechung trägt der Fahrlehrer bei der Motorradausbildung eine erhöhte Sorgfaltspflicht und Verantwortung, die über die Bestimmungen des § 21a Absatz 2 der StVO und § 4 der FahrschAusbO in Verbindung mit Anlage 2.1 hinausgeht. Danach ist es gerade die Aufgabe einer Ausbildung, mehr zu vermitteln, als das nach dem Gesetz absolut Notwendige. Daraus folgt: Der Fahrlehrer darf die Ausbildung nur durchführen, wenn der Fahrschüler entsprechende Schutzkleidung trägt. Weigert sich ein Fahrschüler Schutzkleidung zu tragen, ist der Fahrlehrer nötigenfalls verpflichtet, die Fahrstunde komplett abzusagen. Bei einem Sturz haftet sowohl der Fahrlehrer als auch der Fahrschulinhaber für Verletzungen (§§ 280, 276, 278 BGB), die bei vorhandener Schutzkleidung nicht oder nur vermindert eingetreten wären.

 

 
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